Musiktage Mondsee 2026 "Komponieren in der Diktatur"

 

Die Musiktage Mondsee zählen zu den bedeutendsten Kammermusikfestivals Österreichs und versammeln seit 1989 jeweils am Ende des Sommers herausragende internationale Solistinnen und Solisten im stilvollen Ambiente des Schloss Mondsee in Mondsee. Das Festival bietet eine Woche lang hochkarätige Kammermusik in der einzigartigen Atmosphäre des Salzkammerguts. Bei den Konzerten des Klassik-Festivals hören Sie FAZIOLI Konzertflügel von G.I.STINGL. Details unter: FAZIOLI bei den Musiktagen Mondsee

 

MUSIKTAGE MONDSEE 2026

 

 

Dimitri Schostakowitsch und Sergej Prokofiev, die beiden russischen Komponisten litten – auf unterschiedliche Weise – unter der Willkürherrschaft Stalins. Trotz Zensur, öffentlicher Demütigung und drohenden Repressalien hielten sie an ihrer musikalischen Sprache fest und leisteten so Widerstand gegen ein unmenschliches Regime.

Dazu präsentieren wir Musik von Komponisten, die stattdessen das Exil gewählt haben, wie Stravinsky und Rachmaninow, sowie viele weitere Werke von Bach bis Britten – gespielt von Esther Hoppe, Christian Poltéra, Marc Destrubé, Juho Pohjonen, Joseph Lorenz, dem Javus Quartett und vielen mehr.

Musiktage Mondsee: Elisabeth Leonskaja, FAZIOLI Klavier

 

Mehr Infos zum Programm und Tickets unter: https://www.musiktage-mondsee.at/


Konzertflügel: FAZIOLI F278
Geliefert durch G.I.STINGL Klaviere

 


 

28. August 2026 – Eröffnungskonzert


Zum Auftakt erklingen Joseph Haydns klassisches Streichquartett op. 77/1 sowie Sergej Prokofjews lyrische Flötensonate op. 94. Ergänzt wird das Programm durch die poetischen „Sommertänze“ von Pēteris Vasks und Ludwig van Beethovens brillantes Klavierquintett op. 16. Es musizieren international renommierte Künstlerinnen und Künstler, darunter Lilja Steininger (Flöte), Céline Moinet (Oboe), Julian Bliss (Klarinette), Zora Slokar (Horn), Juho Pohjonen und Oliver Triendl (Klavier) sowie das Javus Quartett.

 

30. August 2026 – In Memory of a Friend
Dieses Konzert vereint Ausdruckskraft und emotionale Tiefe mit dem Streichquartett in Es-Dur von Fanny Hensel und der eindrucksvollen zweiten Klaviersonate von Dmitri Schostakowitsch. Das Bläserquintett Nr. 2 von Pēteris Vasks bildet den zeitgenössischen Mittelpunkt des Abends, bevor Felix Mendelssohns dramatisches Streichquartett op. 80 den Abschluss bildet. Zu den Mitwirkenden zählt unter anderem die große Pianistin Elisabeth Leonskaja.

1. September 2026 – Neo-Barock
Das Programm spannt einen Bogen vom barocken Stil Jean-Marie Leclairs über Sergej Prokofjews virtuose Sonate für zwei Violinen bis hin zum spätromantischen Klavierquintett Nr. 2 von Ernő Dohnányi. Ein besonderer Höhepunkt ist Johann Sebastian Bachs Kantate „Weichet nur, betrübte Schatten“ BWV 202 mit Sopran und Kammerensemble. Es wirken unter anderem Annabelle Heinen (Sopran), Esther Hoppe (Violine) und Oliver Triendl (Klavier) mit.

2. September 2026 – Dona nobis pacem
Werke von Benjamin Britten und Dmitri Schostakowitsch stehen im Zentrum dieses eindrucksvollen Konzertabends. Ergänzt wird das Programm durch das meditative Klavierquintett „The Fruit of Silence“ von Pēteris Vasks sowie ein Klaviertrio von Joseph Haydn. Die Aufführung vereint führende Kammermusiker Europas, darunter Esther Hoppe, Quirine Viersen und Annika Treutler.

4. September 2026 – Spätwerke
Das Abschlusskonzert widmet sich späten und besonders persönlichen Werken großer Komponisten. Franz Schuberts Lieder, Johannes Brahms’ Klarinettensonate op. 120 Nr. 1 sowie Dmitri Schostakowitschs Romanzen op. 127 bilden den Kern des Programms. Ergänzt wird der Abend durch Pēteris Vasks’ „Lonely Angel“. Es musizieren unter anderem Annabelle Heinen (Sopran), Julian Bliss (Klarinette), Christian Poltéra (Violoncello) sowie Juho Pohjonen und Annika Treutler am Klavier.