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The World's most beloved tenor, Andrea Bocelli, wanted a FAZIOLI piano

 

"The piano I played at Alexandra Palace was a Fazioli. There were limited pianos I could access during lockdown. There was, however, a Fazioli. I had never played one before but Dom Monks, the guy who recorded the Alexandra Palace performance, highly recommended this piano. The moment I sat down at the Fazioli, its warm, soft, nuanced sound spoke to me like no piano had spoken to me before. I was swept away by its extraordinary tonal range. It whispered to me. It roared at me. It was the most beautiful instrument I had ever played."

 

 

 

Project 32

Ein Projekt von Boris Giltburg

"Um Beethovens 250. Geburtstag zu feiern, werde ich im Laufe des Jahres 2020 alle 32 Klaviersonaten einstudieren und die musikalischen Darbietungen filmen. Das ist ein gewaltiges Unterfangen – ich habe bisher neun Sonaten aus dem Zyklus gespielt, 23 werden also völlig neu für mich sein, darunter einige der anspruchsvollsten. Ab dem 17. Januar werde ich alle paar Wochen jeweils eine neue Sonate veröffentlichen und über meine Erfahrungen im Laufe des Jahres schreiben. Sie können das gesamte Projekt hier auf beethoven32.com verfolgen."

Boris Giltburg, 2019

Aufgenommen auf:

Einleitung

Beethoven: Sonata No.1 in F minor, Op.2, No.1

Beethoven: Sonata No.2 in A major, Op.2, No.2 – Boris Giltburg

Beethoven: Sonata No.3 in C major, Op.2 No.3

Beethoven: Sonata No.4 in E-flat major, Op.7

Beethoven: Sonata No.5 in C minor, Op.10 No.1

Beethoven: Sonata No.6 in F major, Op.10 No.2

Beethoven: Sonata No.7 in D major, Op.10 No.3

Beethoven: Sonata No.6 in F major, Op.10 No.2

Beethoven: Sonata No.6 in F major, Op.10 No.2

Tagebucheintrag #4

18. April 2020 (Eine kürzere Fassung dieses Textes wurde am 8. April 2020 in der 'Times' veröffentlicht.)

Obwohl ich Beethoven schon im Kindesalter gespielt habe, habe ich das Gefühl, ihn erst in den letzten Monaten, als ich mich im Laufe des Jahres 2020 auf die Reise machte, um alle 32 Sonaten einzustudieren und die Interpretationen zu filmen, wirklich zu entdecken. Vorher wäre es für mich wohl leicht gewesen, zu schreiben: Beethoven in der Abgeschiedenheit der Taubheit; Beethoven mit dem grimmig bösen Blick, trotzig, wenn das Schicksal an die Tür klopft… Kaum ein Bild eines anderen Komponisten würde sich besser auf uns beziehen, wenn sich die Zeiten verdunkeln und eine unsichtbare Bedrohung auch uns in eine einengende Isolation zwingt. Und doch verstehe ich nun: Beethovens Kernaussage ist das Leben. Er hat fraglos die Verzweiflung gekannt, wie anhand seiner Schriften und einiger seiner Kompositionen offenbar wird. Aber immer wieder rang er mit ihr, besiegte sie und kehrte mit unaufhaltsamer Lebensenergie zurück. Wir hören es im Finale der fünften Symphonie und in der prachtvollen Eröffnung des fünften Klavierkonzerts, das 1809 inmitten der Bombardierung Wiens geschrieben wurde. Wir hören es in der „Ode an die Freude“; und im „Heiligen Dankgesang“ des späten a-Moll-Streichquartetts (Op. 132) hören wir es auf besonders transzendente Weise. Beethoven hatte zur Zeit der Komposition gerade erst eine längere Krankheit überstanden, und seine Musik fängt sowohl die unbeschreibliche Zerbrechlichkeit des Lebens ein als auch die tiefe, wenn auch nicht weniger unaussprechliche Freude über die Widerstandsfähigkeit und das stetige Wiederaufbäumen des Lebens. Vor zwei Wochen, inmitten einer USA-Tournee, habe ich das Video zu Sonate Nr. 5 veröffentlicht. Die Nachrichten aus der ganzen Welt waren beunruhigend, und ich hoffte, dass die Musik einen Moment der Erholung bieten könnte. Danach brach alles rasch in sich zusammen – die übrigen Tourneedaten wurden in rascher Folge abgesagt, ebenso wie alle anderen Aufführungen für mindestens sechs Wochen im Voraus. In dieser Woche sollte ich eigentlich in Sacile bei Venedig sein, um die nächsten Sonaten-Darbietungen im Konzertsaal von Fazioli zu filmen. Stattdessen fällt mein Blick auf jede Erwähnung Italiens in den Nachrichten, denn mein Herz und meine Gedanken sind dort, und in jener kleinen Region Italiens ganz besonders. Als ich auf dem Heimweg aus den USA war, drehten sich all meine vagen Pläne für die kommenden Wochen um Beethoven: Bloggen, Werkeinführungen schreiben und natürlich üben – es gibt ja noch so viel neues Material! Aber dann sah ich im Internet Kollegen, die live von zu Hause streamten. Die Notwendigkeit, die Menschen zu dieser Zeit mit Live-Musik zu erreichen, und sei es über ein Smartphone, wurde überwältigend. Zu Hause angekommen, richtete ich mein rudimentäres „Sendestudio“ ein (Smartphones auf Stativen!). Ich streame seitdem zwei bis drei Mittagskonzerte pro Woche. Die direkte und unmittelbare Rückmeldung des Publikums, die ungewöhnliche Intimität des Ortes und die Ernsthaftigkeit der Situation, die wir alle teilen, sorgen für Konzerte, wie ich sie noch nie erlebt habe. Sie sind momentan die Höhepunkte meiner Woche. In den kommenden Wochen werde ich die Sonaten Nr. 7 bis 11 veröffentlichen – es sind jene Sonaten, die noch vor dem „Shutdown“ gefilmt werden konnten. Ich werde die Dreharbeiten fortsetzen, sobald es die Situation erlaubt. Und ich werde auch weiterhin Beethoven-Sonaten streamen, denn Beethoven ist ein unglaublich guter Begleiter in dieser Zeit: das Leben bejahend, die Seele kräftigend, voller Liebe zur Menschlichkeit (trotz seiner sprichwörtlichen Griesgrämigkeit) und (in seiner Musik) optimistisch und sicher, dass am Ende jeder Dunkelheit ein heller Morgen anbricht.

Der große Jazzpianist Herbie Hancock hat in seinem eigenen Wohnzimmer selbstversändlich nur das beste Instrument: Einen FAZIOLI Konzertflügel!
Seine MasterClass unterrichtet er natürlich ebenfalls auf einem Instrument von FAZIOLI